Psychisch gesund

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Studien belegen, dass Therapien für psychisch beeinträchtige Menschen bis ins hohe Alter erfolgreich sein können, je früher, desto besser. In Psycho- und Kunsttherapien, mit Medikation und Entspannungsverfahren können vorhandene Fähigkeiten wiederbelebt, positive neue Erfahrungen ermöglicht und Lösungen entwickelt werden, um Probleme besser bewältigen zu können.

Die psychische Gesundheit im Alter

Viele Menschen entwickeln im Lauf des Lebens die Fähigkeit, Probleme als Herausforderung zu betrachten und Krisen zu bewältigen: Sie werden gelassener. Mit dem Älter werden steigt trotzdem die Wahrscheinlichkeit, psychisch krank zu werden. Besonders gefährdet sind alleinstehende Menschen, welche sich einsam fühlen, finanziell benachteiligt oder gebrechlich sind. Gefährdet sind auch frisch Pensionierte. Die Erhaltung der psychischen Gesundheit ist eine Hauptkomponente der Gesundheitsförderung. Eine gute geistig-seelische Verfassung hilft überdies auch im Umgang mit körperlichen Beschwerden. Auch sinnvolle Beschäftigungen, Kontaktmöglichkeiten, tragfähige menschliche Beziehungen und soziale Unterstützungsnetze beeinflussen die psychische Gesundheit positiv.

Geistige Fitness

Bei über 60jährigen Menschen steigt das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Umso wichtiger ist es, zur Gesundheit des Gehirns etwas beizutragen. Wer sich vielseitig ernährt, geistig neugierig und körperlich aktiv bleibt und den Kontakt zu anderen Menschen sucht und pflegt, wirkt dem Abbau der geistigen Fähigkeiten entgegen. Laut neueren Studien verändert sich die Struktur des Gehirns auch im Erwachsenalter, nicht nur, wie früher angenommen, bis in die Jugendjahre. Studien belegen, dass Abbauprozesse bei wachen und interessierten Menschen, welche ihr Gehirn in Schwung halten, herausgezögert werden können.

Tipps in Kürze:

  • Trainieren Sie Ihr Gehirn täglich
  • Lesen Sie ein gutes Buch, Tageszeitungen und Zeitschriften
  • Führen Sie Gespräche und diskutieren Sie mit anderen über Gelesenes und Erlebtes
  • Spielen und knobeln Sie: Ob Schach oder Jass, Sudoku oder Kreuzworträtsel, Hauptsache, es mach Ihnen auch Spass.
  • Tanzen und musizieren Sie: das hält nicht nur den Körper und das Gemüt, sondern auch den Geist in Schwung. Am besten in guter Gesellschaft.
  • Bleiben Sie neugierig, lernen Sie Neues, auch wenn Sie dazu etwas länger brauchen.

Hilfe und Unterstützung:
Gedächtnistraining
Psychische Gesundheit – graubünden bewegt
Schweizerische Alzheimervereinigung Graubünden

Sucht im Alter

Lange Zeit galt das Thema «Sucht im Alter» als harmlos, es wurde unterschätzt oder gar tabuisiert. Neuere Studien berichten aber, dass rund jede zehnte Person über 65 Jahre in der Schweiz eine Abhängigkeit entwickelt hat, manche davon sogar erst im Alter. Gerade auch ältere Menschen konsumieren oft riskante Mengen an Alkohol, Medikamenten und Tabak. «Lohnt es sich überhaupt noch, das Thema Sucht im Alter anzugehen?», wird nicht selten gefragt. «Ja», meinen Fachpersonen. Der verharmlosende Umgang und die demografische Entwicklung führen dazu, dass soziale und finanzielle Folgekosten eines übertriebenen Konsums hoch sein werden. Gesundheitsförderung und Prävention sind deshalb gefordert, sich dem Thema anzunehmen.

Die Homepage suchtimalter bietet für die Umsetzung von Massnahmen zum Thema «Sucht im Alter» eine Plattform. Interessierte Fachpersonen, Angehörige oder Betroffene finden hier detaillierte Informationen.

Weitere wichtige Informationen finden Sie auf den folgenden Websites:
Forel-Klinik
Altersalkoholismus
Sucht Schweiz
Infodrog

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